Mittelkürzungen - eine Katastrophe für die deutsche Hochschullandschaft!

Beschlossen am in Dortmund

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Der aktuelle Zustand der Hochschulfinanzierung in Deutschland ist nicht tragbar. Sowohl die Gebäudesituation als auch die allgemeine Ausstattung der Hochschulen bleibt weit hinter den gesellschaftlichen und durch die Politik kommunizierten Erwartungen zurück. Der Anspruch in Deutschland internationale Spitzenforschung und -bildung zu beheimaten kann so nicht weiter aufrechterhalten werden.

An Hochschulen gibt es Proteste aus den Studierendenschaften und Hochschulleitungen, gegen geplante und erfolgte Kürzungen durch Bund und Länder.1

Diese Kürzungen können größtenteils durch Einsparungen bei Personalkosten vorgenommen werden, was bereits jetzt zu einer Verschlechterung der Lehrbedingungen an Hochschulen führt. "Wenn hier gekürzt wird, hat das für uns Studierende unmittelbare Konsequenzen." Darüber hinaus sorgt die sparmaßnahmenbedingte Schließung und Zusammenlegung verschiedener Institute für den Wegfall von spezialisierten Studiengängen, was zu künftigem Kompetenzverlust in Forschung, Wirtschaft und Industrie führt. (vgl. Kampagne #GenugGekürzt)

Auch im Immobilienbereich wurde sehr lange von der Substanz gelebt, und zu wenige Mittel für adäquate Sanierungen und Ausbau der Barrierefreiheit zur Verfügung gestellt. Dies hat an vielen Universitäten zu einer untragbaren Gebäudesituation geführt.2

Die durch die Kürzungen entstandene Mittelknappheit wird bereits an einigen Stellen auf die Studierendenschaft umgelagert und resultiert in erhöhten Semesterbeiträgen 3. Dies lehnen wir explizit ab.

Langfristig ist auszuschließen, dass die derzeitige Sparpolitik den Status Quo der Hochschulen erhalten, geschweige denn verbessern kann.

Wir appellieren an die gemeinsame Wissenschaftskonferenz, sowie die Kultusministerkonferenz von geplanten Kürzungen und Mittelstreichungen abzusehen und stattdessen eine zukunftssichere Investitionsstrategie für Hochschulen zu erarbeiten, die den Bildungsstandort Deutschland sichern und ausbauen kann.


1

Abgerufen am 2026-06-04:

2

dpa: 260511-930-64028/3, Hauptgebäude geschlossen: "Für Studis ist die Schließung ein Abgrund" -- TU zerbröselt, in: tagesspiegel, 2026-05-11, https://www.tagesspiegel.de/berlin/hauptgebaude-geschlossen-fur-studis-ist-die-schliessung-ein-abgrund-tu-zerbroselt-15582196.html (Abgerufen am 2026-06-04.)

3

Der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein - Staatskanzlei: Verwaltungskostenbeitrag für Studierende, 2025-01-14, https://www.schleswig-holstein.de/DE/landesregierung/ministerien-behoerden/III/_startseite/Artikel_2025/Januar_2025/20250117_verwaltungskosten (Abgerufen am 2026-06-04.)